Brandschutz der historischen Villa am St.Barbara Ufer in Trier

Als Architekt bin ich oft mit der Sanierung von Baudenkmälern in Trier betraut

 

 

 

so auch im Falle des Hortes Barbara. Sanierungen im Denkmal gehöhren zu den Kernkompetenzen meines Büros.

 Der Gründerzeitbau der weißen Villa aus dem jahr 1873 prägt seit mehr als einem Jahrhundert das städtebauliche Bild des Ufers an der Römerbrücke. Die Villa hat in der Vergangenheit einige An- und Umbauten durch verschiedene Architekten erfahren, ist jedoch eines der wenigen erhaltenen Gebäude am St. Barbaraufer in Trier.

Seit 1983 beherbergt das Gebäude den Kinderhort  Barbara in Trägerschaft der TINA. Die seitdem genutzten Räumlichkeiten mussten den bauaufsichtlichen Auflagen entsprechend umgebaut werden. Das Konzept lehnt sich an die Schulbaurichtlinie an.

 

Grundlage unserer Umbau-Planung stellte das exakte Aufmass durch das Büro Graf-in dar. Das Brandschutzkonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem Büro erstellt.

Zunächst mussten die Räume im ersten Obergeschoss durch einen zweiten Rettungsweg erschlossen werden. In enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalpflege entwarfen wir eine Aussentreppe in Stahlbauweise, welche sich harmonisch in die Struktur des Gründerzeit-Baus einfügt. Man betritt sie aus dem Obergeschoss heraus über einen Steg, welcher einen gebührenden Abstand zum Gebäude erlaubt. Die Schrägstellung im Grundriss führt darüber hinaus zu einer größeren Distanz zum Bestand und zu weniger Dominanz der modernen Treppe. Angelehnt an die Fenstergliederungen im Bestand wurde die neue Tür zum Ausgang auf die Treppe gestaltet.

Die Räumlichkeiten im OG des Hortes bieten 45 bis 50 Kindern in drei Gruppenräumen Platz. Neben den drei Gruppenräumen befinden sich in der 1. Etage ein Speiseraum mit angegliederter Küche, der zusätzlich für Hausaufgabenbetreuung und Computergruppe genutzt wird. Ein weiterer Hausaufgabenraum, ein Büro, ein Werkraum sowie ein Turnraum befinden sich im Erdgeschoss.

Neben der Schaffung eines zweiten Rettungsweges für die Kinder wurden Brand- und Rauchschutztüren eingebaut. Das Haupttreppenhaus des Gebäudes wurde mit einem Rauchabzug versehen, welcher die Entrauchung im Brandfall sicherstellt und wirksame Löscharbeiten ermöglicht. Alle Räume des Hortes werden durch eine funkvernetzte Anlage für den Hausalarm überwacht um die frühzeitige Selbstrettung zu gewährleisten.

 

Das Gebäude ist als Denkmal der Stadt Trier gelistet. Jeder bauliche Eingriff muss deshalb behutsam erfolgen. 

Planung einer Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg.

West-Ansicht, Bestandsaufnahme durch das Büro Graf-In

Die repräsentative Eingangstür der West-Fassade wurde fachgerecht aufgearbeitet und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Daniel Stüber ist:

Mitglied

 

und Mitglied in der Energieoffensive RLP

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© Architektur PlanA, Architekt Daniel Stüber Dipl.-Ing.(FH) Architekur, Techniker(FS) Elektrotechnik,

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